Bereits seit dem 15 Jahrhundert werden am Rosenmontag an vielen Orten Maskenumzüge durchgeführt. Seit dem 19. Jahrhundert steht vor allem die Politik im Fokus der Rosenmontagszüge in Köln, Düsseldorf oder Mainz. - Das Rheinland wurde 1806 von Napoleon besetzt und die Menschen halfen sich damit, während der Umzüge über die Besatzer herzuziehen. Unterstützt wurde dieses Aufbegehren durch die "Verkleidung" der Leibgarde des Karnevalsprinzen. Die Uniformen der Leibgarde ähnelten denen der Stadtsoldaten oder der Bürgerwehr. Heute wird bei den Rosenmontagsumzügen mit aufwändig gestalteten Festwagen mit riesigen Pappmascheefiguren bestückt satirisch/ironisch/komisch auf Missstände im Land hingewiesen.
Bei den Rosenmontagsumzügen werden die Festwagen und Fußgruppen von den Zuschauern, die links und rechts die Straße säumen, bejubelt. In Köln und Aachen mit dem "Schlachtruf" Alaaf. Helau heißt es hingegen in Mainz, Düsseldorf und in den meisten anderen deutschen Städten und Gemeinden. Wo gut "gebrüllt" wird, werden die Zuschauer in der Regel mit Süßigkeiten belohnt, die von den Wagen geworfen werden. Ursprünglich wurden nur Karamellbonbons geworfen, weshalb auch heute noch oft "Kamelle" gerufen wird, um die Freigiebigkeit der Narren auf den Wagen zu erhöhen. |