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Die Narrenkappe ist wohl eine der ältesten Kopfbedeckungen im Karneval. Sie wurde von den Schalknarren, die kahl geschoren waren, getragen und wird auch mit dem Begriff "Gugel" bezeichnet (von lateinisch "cucullus"). Die klassische Narrenkappe hatte eine runde Form und war mit Eselsohren und Hahnenkamm dekoriert. Der Hahnenkamm bestand aus einem zackig geschnittenen, roten Tuchstreifen, der vom Nacken bis zur Stirn reichte. Bekannt wurde die Narrenkappe auch durch Till Eulenspiegel, wo sie einen Teil der Kleidung darstellte.
Die modernen Narrenkappen entstanden auf Anregung eines Preußen Generalmajor Karl Heinrich Maximilian Baron von Czettrich und Neuhaus, der in Köln am 14.01.1827 die Einführung von Narrenkappen vorgeschlagen hatte. Als Vorbild der Narrenkappen diente die Jakobinermütze, die wiederum auf die phrygische Nütze zurückging. Das auffälligste Kennzeichen der ersten modernen Narrenkappen war die an mindestens einer Stelle nach vorne gebogene Spitze, eben ein typisches Merkmal der phyrgischen Mütze. Hinzukamen übertriebene Dekorationen mit bunten Steinchen, Fasanenschwanzfedern und ähnlichem, was die lächerliche Eitelkeit der Narren versinnbildlicht. |
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Neben der Narrenkappe gehörte das Narrenkleid zur Ausstattung der Schalknarren. - Der Narr hatte um den Hals einen breiten Kragen. Seine Kappe, sein Gürtel, die Ärmel seines Gewandes, die Hose und die Schuhe waren mit Schellen versehen. Zur weiteren Ausstattung des Narren gehörte auch ein Szepter - der so genannte Narrenkolben, der anfänglich wohl nur aus einem einfachen Rohrkolben bestand. Später kam dann das Narrenszepter mit geschnitztem Narrenkopf (oft ausgestreckte Zunge), das auch als Marotte bezeichnet wurde. |
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Das Narrenschiff bildet das karnevalistische Pendant zur Versinnbildlichung der Kirche als Schiff des Heils. Das Narrenschiff ist damit das Schiff des Unheils. Es fährt ohne Steuermann, ohne Kompass, ohne Mast und ohne Segel. Urheber des Sinnbilds des Narrenschiffs sind die Franziskaner. Als Passagiere für das Narrenschiff kommen nur Narren infrage, denn niemand wird so dumm sein, sich einer solchen Schicksalsgemeinschaft auszuliefern.
Am Aschermittwoch ist es Zeit für den Umstieg vom Untergang geweihten Narrenschiff auf das Heil bringende Kirchenschiff. In diesem Zusammenhang gibt es eine Reihe von Bräuchen zum Fastnachtende, wo Narrenschiffnachbildungen und die in deren Tradition stehenden Rosenmontagsaufbauten verbrannt werden. - Bei Umzügen früherer Frühlingsfeste gab es den so genannten Schiffskarren carrus navalis, der das Narrenschiff als Vorbild hatte und später Vorlage für die Karnevalswagen war. |
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In der Fastnacht kann in der Narrheit den natürlichen Trieben ungehemmt nachgegangen werden. Den Narren wurden die Laster zugeschrieben, was im Mittelalter durch die Lasterallegorese dargestellt wurde. - Die Lasterallegorese stellt die niederen Triebe des Menschen mit Tieren gleich: Die Hoffart oder auch der Hochmut (lat. superbia) wird dem Pfau oder dem Pferd zugeschrieben. Für den Neid (lat. invidia) steht der Drache. Der Löwe symbolisiert den Zorn (lat. ira). Geiz (lat. avaritia) wird durch den Fuchs und Unkeuschheit (lat. luxuria) durch den Hahn oder den Bock verkörpert. Der Bär oder das Schwein werden als Sinnbild für die Unmäßigkeit (lat. gula) angesehen. Der Esel steht für die Trägheit (lat. acedia). Besonders in der alemannischen Fastnacht kommen diese Tiere immer wieder in Form von Attributen, Kostümen, Kopfmasken, Requisiten und Motiven vor. |
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