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    Karneval - Fastnachtsbräuche    
   

Es gibt in Deutschland unzählige Fastnachtsbräuche. - Bekannt sind beispielsweise Narrenfiguren, wie der Hänsele (Überlingen), der in einem Kostüm aus bunten Filzstreifen durch die Straßen zieht und dabei die so genannte Karbatsche knallen lässt - eine 5m lange Fastnachtspeitsche.

In Düsseldorf treibt am 11.11. um 11.11 Uhr der Hoppeditz - der personifizierte Karneval - sein Unwesen. Eine Person im Narrenkostüm und mit Narrenkappe verkleidet, macht sich über den Bürgermeister lustig. Am Fastnachtsdienstag wird der Hoppeditz - dann in Form einer Strohpuppe - dann um 24.00 Uhr unter Zähren, Heulen und Zähneknirschen der trauernden Narrengemeinde beerdigt (ersäuft, vergraben, verbrannt...). Parallel zur Figur des Hoppeditz als personifiziertem Karneval gibt es beispielsweise in Köln den Nubbel und an anderen Orten beispielsweise den Jokili, den Geck oder den Lazarus Strohmannus.

   
       
    Straßenkarneval    
   

Der Straßenkarneval ist fast überall auf der Welt fester Bestandteil des Karnevals. - Mit Straßenkarneval wird alles karnevalistische Treiben zusammengefasst, das sich auf den Straßen abspielt. Dazu gehört das Fastnachtsvergnügen der Verkleideten ebenso wie die Fastnachtsumzüge und Rosenmontagsumzüge. Den Auftakt für den Straßenkarneval bildet die Weiberfastnacht, der Karnevalssonntag, Rosenmontag und Karnevalsdienstag nachfolgen.

   
    Karnevalssitzungen    
   

Seit es Anfang des 19. Jahrhunderts zur Reform des Karnevals gekommen war, wurden die Versammlungen der Mitglieder (zunächst nur Männer) eines Karnevalsvereins als Karnevalssitzung bezeichnet. Bei diesen Zusammenkünften gab es - natürlich mit dem gleichzeitigen Genuss von Bier, Wein und gutem Essen - amüsante Vorträge und es wurden sentimental-freche Lieder und Karnevalslieder gesungen. Im Laufe der Zeit übernahmen die Redner auch optisch die Rolle, die sie zum Besten gaben. In der weiteren Entwicklung der Karnevalssitzung kam es dazu, dass die Bütt zum Ort des Vortragens der Büttenrede durch den Büttenredner wurde und die Sitzung durch den Elferrat geleitet wurde. Der Elferrat mit Narrenkappe als Vorstand der Karnevalssitzung parodiert spöttisch die Jakobiner während der Französischen Revolution. Irgendwann wurden dann auch Frauen zugelassen und es entstanden sogar eigene Frauensitzungen.