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    Bütt, Büttenrede und Büttenredner    
    Der Ausdruck Bütt oder auch Bütte beschreibt ein offenes Fass und ist auf das Wort "butina" für Flasche, Gefäß zurück. Im rheinischen Karneval wurde früher ein offenes Fass als Kanzel für Redner verwendet. Deshalb spricht man auch heute noch im Karneval von der Bütt, der Büttenrede und dem Büttenredner.

Der Büttenredner tritt meist in einer bestimmten Gestalt auf - beliebt sind beispielsweise Gerichtsdiener oder Pfarrer. In seiner Büttenrede erzählt er dann Kritisches oder Närrisches aus der Perspektive der gewählten Figur. Ursprünglich waren Büttenreden überwiegend politisch provokant, bissig und entlarvend, heutzutage dienen sie mehr oder minder meistens der reinen Unterhaltung.

In der Regel waren und sind die Büttenredner Laien, die die Rede unentgeltlich aus Spaß zur Freizeitgestaltung ausarbeiten und vortragen. Bei den heute üblichen großen Karnevalssitzungen im Rheinland, die auch im Fernsehen übertragen werden, gibt es jedoch kaum noch kostenlose Amateur-Büttenredner.